„Schade ist, dass in dieser Qualifikationsgruppe eigentlich die besten vier Teams sind!“ So oder ähnlich war der Tenor nach der Zulosung der Mannschaften in die zwei Qualifikationsgruppen. In Gruppe 1 stellte sich mit dem BHC das für die neue Bundesligasaison bereits qualifizierte Team vor, um für weiteren Nachwuchs den Platz in der Nordrheinliga zu sichern. Hinzu kamen noch der A-Jugendoberligameister SG Ratingen und dessen Vize Cronenberger TG, der TV Oppum und die Wölfe Nordrhein. Letztlich natürlich die ART99, allerdings wegen des „jüngeren Jahrgangs 99“ eher mit Außenseiterchancen auf den ersten Platz, der zur direkten Qualifikation erreicht werden musste. Und das Ganze dann auch noch ohne Haftmittel!

So begann dann das Turnier für die Rather auch recht holperich. Eine wahre Fehlwurforgie und keine überzeugende Deckungsleistung brachten das Team von Dusko Bilanovic und Gilbert Lansen an den Rand einer Niederlage gegen die Mannschaft von Krefeld-Oppum. Zum Glück reichte eine in der Schlussphase konzentrierte Leistung zum 13:11 Erfolg.

Im Folgespiel war klar, dass man so gegen den Gegner aus Cronenberg nicht auftreten wollte. Zwar hatte man gegen die engagiert aufspielenden Gastgeber anfangs Schwierigkeiten, konnte dann aber nach Eroberung der Führung vom 6:5 bis zum 12:7 leicht wegziehen, jedoch konnten die Gastgeber dann noch einmal zum Endstand von 13:9 verkürzen. Aber egal, Tag 1 brachte zwei Siege, sodass die Ausgangslage vor dem Spiel gegen den deutlich favorisierten Bergischen HC gut war.

Am Sonntagmorgen stand dann die theoretisch nicht lösbare Aufgabe an. Dieses war aber im ART-Lager gar kein Thema. Besinnen auf die eigene Stärke, Spiele mit kollektiven Kampf und bedingungsloser Leidenschaft zu führen, war hier angesagt. Und so sah es dann auch aus: 3:2:1 in der Deckung, immer offensiv den Ballführer schon in der Ballannahme stören, Passwege zustellen und immer dem Nebenmann konsequent aushelfen. Hier zum Torerfolg zu kommen, was Schwerstarbeit, die oft nicht von Erfolg gekrönt war. Offensiv engagiert, aber leider mit mangelnder Chancenverwertung gelang es, sich ab dem 9:3 den BHC stets in sicherer Entfernung zu halten. Letztlich erfolgte dann in der Schlussphase ein fast kompletter Personalwechsel bis beim Stand von 6:11 der Schlusspfiff ertönte und der ART99-erfahrene Zuschauer wieder wusste, dass er einen dieser erstaunlichen 99er-Momente erlebt hat.

Da im Folgespiel die Gastgeber gegen die SG Ratingen gewannen, war klar, dass mit einem Sieg gegen die Mannschaft der Wölfe Nordrhein in jedem Falle als Erster direkt qualifiziert war. So ließen die Rather gegen einen teils doch überforderten Gegner bei zwischenzeitigen 17:7 in der Schlussphase noch zwei Gegentore zum Endstand von 17:9 zu.

Im für beide Teams dann bedeutungslosen letzten Spiel wurden alle leicht angeschlagenen Spieler geschont und nicht oder nur kurz eingesetzt, sodass die SG Ratingen, die leider die Qualifikation verpasste, trotz der Manndeckung des ART in den Schlussminuten das Spiel mit 13:11 für sich entscheiden konnte.

Damit konnte die „Mission Nordrheinligaqualifikation“ bereits ohne weitere Relegation erfüllt werden. Ein wirklich schöner Erfolg!