Mit 25:36 (12:16) mussten sich die Schützlinge von Trainer Norbert Gregorz dem aktuellen Spitzenreiter der Regionalliga Nordrhein, TuSEM Essen 2, am Samstagabend chancenlos geschlagen geben. Trotz des Sieges und famosen Auftritts in Aldekerk standen die Vorzeichen für einen ähnlichen Spielverlauf gegen die Zweitvertretung des TuSEM nicht unbedingt gut. Zu sehr beschäftigt auch die Spieler, was sich derzeit im Hintergrund beim ART abspielt. Die Finanzsituation ist weiterhin mehr als angespannt, hinzu kommen viele Unklarheiten über die neue Spielsituation in der kommenden Saison. Vermisst werden stichhaltige Informationen von Seiten des Vereins.
Dazu kam am Donnerstagabend die Gewissheit, dass man gegen TuSEM Essen bereits ohne Marijan Basic – spielte am Wochenende bereits für den Neusser HV – und Timo Heuft – spielte am Wochenende bereits für die HSG Krefeld – antreten würde. Ebenfalls wurde bekannt, dass Kapitän Patrick Ranftler sein letztes Spiel für den ART bestreiten würde.

„Unter der Woche bestand somit keinerlei Chance, sich mit dem Team unter geänderten Gegebenheiten ausreichend auf die Partie vorzubereiten“, stellt Co-Trainer Uwe Close nüchtern fest. Dies dokumentierte sich auch direkt vom Spielbeginn an. Eine junge, torhungrige und gut ausgebildete Essener Mannschaft ging schlagartig mit 5:0 in Führung. Zu keinem Zeitpunkt des Spiels fanden die Düsseldorfer in der Abwehr adäquate Mittel, um den Angriff der Gäste zu stoppen. In der eigenen Offensive brachte die Umstellung auf ein System mit drei Kreisläufern zumindest bis zur Pause Entlastung, so konnten die Hausherren das Spiel nach dem schnellen 0:5-Rückstand ausgeglichen gestalten (Halbzeitstand 12:16).

In der zweiten Hälfte stellten sich die Essener besser auf die veränderte Angriffsformation des ART ein, aus Düsseldorfer Sicht fehlte es schlicht und einfach an möglichen Handlungsoptionen. Mit einem 6:1-Lauf zog der Tabellenführer vom zwischenzeitlichen 16:20 auf 17:26 davon und raubte auch dem letzten Düsseldorfer Zuschauer die Hoffnung auf eine mögliche Wende in der Begegnung. „Bei einem Spiel gegen den Spitzenreiter, in welchem man sich 20 Fehlwürfe und mehr als ein Dutzend technische Fehler und Fehlpässe leistet, erübrigt sich die Frage nach dem Ergebnis“, sagt ein enttäuschter Uwe Close.

Würde man Spieler und Trainer befragen, dürfte sicherlich jetzt schon Weihnachtspause sein. Doch eine Partie haben die Handballer des ART Düsseldorf noch vor der Brust. Am kommenden Sonntagnachmittag (17 Uhr, Krefelder Straße) gastieren die Düsseldorfer beim HC Wölfe Nordrhein, dem momentanen Tabellenachten. Es gilt aus der aktuellen Situation das Optimum herauszuholen.

Aufstellung und Torschützen des ART Düsseldorf im Spiel gegen TuSEM Essen II:
Jens Bothe, Khaled Masalma – Erik Hampel (3), Simon Wohlrabe (2), Steffen Brinkhues (4), Lars Lipperson (2), Patrick Ranftler (1), Steffen Prior, Christian Mergner (2), Simon Mehlitz, Bastien Arnaud (6), Andreas Stüsgen (4), Tim Lipperson (1)