Die Nachrichten über die finanziellen Probleme des ART Düsseldorf und die damit verbundenen Abgänge im Team von Trainer Norbert Gregorz schlagen in diesen Tagen hohe Wellen. Sowohl für die Spieler als auch das Trainergespann ist die aktuelle Situation alles andere als einfach. Und doch muss der Fokus bei den Düsseldorfer Handballern nun wieder voll und ganz auf den sportlichen Teil gerichtet werden. Am Sonntagnachmittag (17.00 Uhr, Krefelder Straße) absolvieren die Gregorz-Schützlinge das letzte Spiel des Jahres beim HC Wölfe Nordrhein, dem momentanen Tabellenachten der Regionalliga Nordrhein, und wollen sich mit einem Erfolgserlebnis in die Weihnachtspause verabschieden.

Dafür benötigt es, im Vergleich zur Partie am vergangenen Wochenende, definitiv eine erhebliche Leistungssteigerung der jungen Düsseldorfer Mannschaft. „Wir haben unter der Woche intensiv gearbeitet“, betont Norbert Gregorz. An erster Stelle habe gestanden, eine „schlagkräftige Mannschaft“ für das Auswärtsspiel am Sonntag zu formen, so Gregorz, der seinen Akteuren deutlich gemacht habe, worauf es am Wochenende ankommt: „Wir müssen mutig ins Spiel gehen und eine stabile Abwehr stellen. In der Offensive sind wir auf eine hohe Effektivität angewiesen.“

Besonders die Angriffsleistung der ART-Handballer dürfte für den Verlauf des Spiels entscheidend sein. „Wir haben die Auslösehandlungen in der neuen Konstellation natürlich intensiv trainiert. Die Zeit war sehr knapp, aber die Mannschaft ist auf einem guten Weg wieder zusammenzufinden. Treten wir geschlossen als Team auf, ist eine Überraschung sicherlich möglich“, sagt ein vorsichtig optimistischer Norbert Gregorz.
Mit den Wölfen erwartet die Düsseldorfer eine stabile Abwehr, aus der vor allem Kreisläufer Alexander Tesch körperlich herausragt. „Ihn müssen wir sowohl offensiv als auch defensiv in den Griff bekommen“, weiß Gregorz.

Auch personell sieht es beim ART nicht rosig aus. Neben den beiden Langzeitverletzten Jascha Schmidt und Marco Bauer werden am Sonntag auch Patrick Ranftler (privat verhindert) und Andreas Stüsgen (Sehnenabriss Finger) nicht zur Verfügung stehen. Dafür gehören die beiden Youngster Jan Lenzen und Moritz Görgen erstmals zum Personal von Norbert Gregorz mit dazu.

Text: Moritz Hebel (MoHe)