Die Handballer des ART Düsseldorf haben am heutigen Sonntagnachmittag ein echtes Ausrufezeichen gesetzt und das Sportliche zumindest für einen kurzen Moment endlich wieder ins Rampenlicht gestellt. Trotz eines Rumpfkaders, Norbert Gregorz standen durch den krankheitsbedingten Ausfall von Simon Wohlrabe gerade einmal acht Feldspieler zur Verfügung, trotzten die Düsseldorfer dem HC Wölfe Nordrhein ein 22:22 (12:8) -Unentschieden ab.

Besonders in der ersten Halbzeit spielten die jungen ART-Akteure famos auf. Angeführt von Erik Hampel (22 Jahre), Steffen Brinkhues und Sebastian Thole (19 Jahre), die im Angriffsspiel immer wieder Verantwortung übernahmen, konnten sich die Gäste bereits in den Anfangsminuten absetzen. Über 6:2 und 8:4 legte der ART fast über die gesamte erste Hälfte mit vier Toren vor. Auch Torhüter Jens Bothe war bestens aufgelegt und konnte im Minutentakt mit Glanzparaden glänzen. Verdient gingen die Düsseldorfer mit einer 12:8-Führung in die Halbzeitpause.

In Durchgang zwei ließen die Kräfte der Schwarz-Gelben ein wenig nach, die stärkere Bank der Hausherren machte sich mehr und mehr bemerkbar. Mit einem 4:1-Lauf waren die Gastgeber schnell wieder im Spiel und konnten beim zwischenzeitlichen 15:15 erstmals wieder ausgleichen. Doch die Düsseldorfer hielten mit allen Mitteln dagegen. Insbesondere Bastien Arnaud sorgte mit seiner Erfahrung für die nötige Stabilität in der Defensive, sodass die Duisburger Angriffe immer wieder abgewehrt werden konnten.
Im letzten Viertel der Partie bekamen die Zuschauer an der Krefelder Straße eine Begegnung auf Augenhöhe zu sehen, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Wenige Sekunden vor dem Ende hatten die Gregorz-Schützlinge dann sogar noch die Möglichkeit, den Sieg zu erringen. „Leider ist der Pfiff zum Siebenmeter in der Situation ausgeblieben. Sebastian Thole wurde beim Torwurf klar gefoult“, ärgert sich Co-Trainer Uwe Close.

Doch bedenkt man all die negativen Umstände, die die sportliche Weiterentwicklung der Düsseldorfer Handballer zurzeit fast unmöglich machen, ist das Unentschieden ein großer Erfolg. „Die Mannschaft hat zu keinem Zeitpunkt aufgegeben. Wir sind sehr stolz auf die heutige Leistung, das war sehr stark“, sagt Uwe Close.

Bei allem Stolz muss das Trainergespann aber auch den nächsten Rückschlag verkraften. „Das war das letzte Spiel in dieser Formation. Erik Hampel und Christian Mergner absolvierten heute ihr letztes Spiel für den ART und verlassen den Verein mit dem heutigen Tag“, beklagt Close.
Es bleibt abzuwarten, mit welcher Mannschaft die Düsseldorfer nach der Weihnachtspause auflaufen werden.

Aufstellung und Torschützen des ART Düsseldorf im Spiel gegen den HC Wölfe Nordrhein:
Jens Bothe, Khaled Masalma – Erik Hampel (6), Steffen Brinkhues (6), Lars Lipperson (2), Christian Mergner (2), Simon Mehlitz (1), Bastien Arnaud, Sebastian Thole (5)

Text: Moritz Hebel