Am Samstagnachmittag verlor die 2. Herrenmannschaft des ART überraschend das hitzige Lokalderby gegen Fortuna Düsseldorf mit 24:26 (15:11) und bleibt mit 35:13 Punkten Tabellendritter in der Landesliga Gruppe 4.

Wie erwartet konnte Trainer Gilbert Lansen auf einen vollen 14er-Kader zurückgreifen, dies galt genauso für den Gästetrainer Eric Busch. Bereits in den Anfangsminuten konnte man erkennen, dass die Fortunen alles versuchten, um das Spiel erfolgreich zu bestreiten, um noch den Klassenerhalt in der Landesliga zu schaffen. Der ART tat sich auch anfangs sehr schwer gegen den teilweise rustikal spielenden Gegner. Bis zum 6:6 blieb es ausgeglichen, danach konnte der Gastgeber seine individuell deutlich bessere Klasse endlich ansatzweise zeigen und setzte sich über 9:6, 13:9 und 15:11 bis zur Pause ab.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Fortuna den besseren Start und konnte auf zwei Tore verkürzen. Beim Stande von 18:18 schaffte der Gast erstmalig seit den Anfangsminuten wieder den Ausgleich, von nun an spielte Schiedsrichter Gelbke, der aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung seines Spannmanns alleine pfeifen musste, die entscheidende Hauptrolle. In der 39. Minute spielte der ART nach Strafen gegen Pfeiffer, d’Avoine und Ludorf in dreifacher Unterzahl. Trotzdem blieb das Spiel auch zu diesem Zeitpunkt absolut ausgeglichen, da der ART relativ geschickt die dreifache Unterzahl überstehen konnte. In der 43. Minute wurde es langsam turbulent, da neben d’Avoine zeitgleich auch die Bank eine 2-minütige Strafe erhielt. In dieser Phase musste der ART nicht nur auf Plöger verzichten (der Cut im Mundwinkel musste im Krankenhaus genäht werden), sondern auch auf Lenzen (Rippenprellung) und wenig später auf Obermayer (Schulterprellung). Hier verlor der Schiedsrichter komplett den Überblick und bestrafte die harte Gangart der Fortunen fast überhaupt nicht. So konnte der Gast zum Ende hin tatsächlich mit zwei Toren in Führung gehen (23:25). Zwar schaffte der ART nochmals den Anschluss, konnte zudem in Ballbesitz kommen. Beim schnellen Gegenangriff wurde allerdings Linksaußen Schofer klar gefoult, als Neukirchen gerade nach links spielen wollte. Der Pfiff des Schiedsrichter blieb zur Verwunderung aller aus und den Tempogegenstoß nutzte Fortuna zum siegbringenden 24:26.

Es spielten:

Gehrmann, Steinhauer (beide Tor), d’Avoine (5), Holzke (1), Lenzen (3), Ludorf (1), Neukirchen (4), Nowakowski, Obermayer, Pfeiffer (1), Plöger (3), Schofer (2), Sobotta (1), Ulrichs (3/2)